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Stellungnahmen

Entsprechend den Nachrichten aus der Tagespresse (u.a. Kieler Nachrichten vom 11.07.02) kam es im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster zur Geburt von Zwillingen in der 23. SSW, die nach der Geburt nicht intensivmedizinisch betreut wurden. Es wird den behandelnden Ärzten der dortigen Frauenklinik und Kinderklinik seitens der Mutter der Vorwurf der fahrlässigen Tötung gemacht. Den Presseberichten zufolge wurden die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Kiel aufgenommen.

Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin, der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie zur

Seit etwa 10 Jahren wird von neonatologischen und pädiatrischen Intensivmedizinern NO-Gas im Rahmen von wissenschaftlichen Studien und Einzelanwendungen im Rahmen eines individuellen Heilversuches bei verschiedenen Oxygenierungsstörungen in Verbindung mit Druckerhöhungen im pulmonalen Kreislauf bei Neugeborenen und Intensivpatienten jenseits der Neugeborenenzeit angewandt. Die Erkenntnisse daraus wurden kürzlich in Cochrane Reviews (Cochrane Database Syst Rev 2001;4:CD000509/000399/002787) zusammengefaßt.

1. Zielstellung

Dieses Papier der unterzeichnenden Fachgesellschaften beschreibt die derzeitigen Strukturen der Behandlung von vital bedrohten Kindern in deutschen Krankenhäusern, zeigt Defizite auf und definiert Perspektiven. Es ist gerichtet an alle, die für die medizinische Versorgung von lebensbedrohlich erkrankten Kindern in Deutschland Verantwortung tragen und begründet die Eigenständigkeit der Kinderintensivmedizin. Es zeigt Wege zu einer Optimierung der Versorgung dieser Patienten unter besserer Nutzung der vorhandenen Ressourcen.