GNPI

Die aktuellen Ereignisse in Berlin rücken wie zuvor Meldungen aus Bremen, Freiburg, Mainz, Siegen, …und..und… die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neonatologischen Intensivstationen derzeit in ein ungünstiges Licht.

Zitate wie „Schlamperei“,  alles „vermeidbar“, „Mitarbeiter entlassen“, „Eltern von Stationen verbannen“  haben den GNPI-Präsidenten veranlasst sich auch in den Medien klar zu äussern (u.a. zeit.de, rundschau-online.de, ärztezeitung.de).

Auch diverse Printmedien haben Zitate eines mit  dpa geführten Interviews verwandt.

Die GNPI ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft. Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage über die Daten der Neokiss-Erhebung, Daten aus dem Deutschen Frühgeborenennetzwerk (GNN) und auch über die Daten der Qualitätssicherung, fundierter zu den erhobenen Vorwürfen Stellung beziehen zu können und sowohl Infektionsraten im zeitlichen Verlauf als auch im internationalen Vergleich dokumentieren zu können. Eine so fundierte Stellungsnahme wird aber einige Zeit  in Anspruch nehmen.

Ich denke kaum eine Gruppe ist sich der Risiken nosokomialer Infektionen in der täglichen Arbeit so bewusst wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neonatologischen und pädiatrischen Intensivstationen.

Auch in diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Erfolg bei der klinischen Arbeit.

Herzliche Grüße

Ihr

Egbert Herting